DOB Spielzeit 2021 / 2022

  • Echt jetzt? Wirklich zum Weinen in dieser Pandemie sind die vielen Toten.

    Wie JLSorel in einem anderen Zusammenhang bemerkte: Das eine schließt das andere nicht aus.

  • Die DOB wird im Sommer/Frühherbst renoviert, was schon vor den Corona-Zeiten disponiert war. Sie hätte auch ohne die Pandemie nicht vor Oktober mit dem regulären Spielbetrieb 21/22 begonnen. Und nein, die Renovierungen konnten zeitlich nicht in die zwanghaft spielfreie Zeit verlegt werden, was mit Zuschussgeldern etc. zusammenhängt.

  • Ehrlich gesagt, ziehe ich den Hut vor der Phantasie der Kulturschaffenden. Die Oper ist da wohl der komplexeste Betrieb, den man sich vorstellen kann. Da sind mir solide Planungen für etwas später lieber als irgendwelche Luftschlösser, die immer wieder abgesagt werden. Es geht halt nicht anders. Dort, wo Renovierungen erfolgen (war ja in Berlin auch im Friedrichstadtpalast so!), passt das doch ideal. Mit umso größerer Freude werden wir im Herbst drinsitzen und das Ganze viel intensiver erleben als jemals zuvor. Habe gestern wieder den total leeren Saal im Geburtstagskonzert für Zubin Mehta gesehen - trotz Abdunkelung schwer zu ertragen.

    Hätten die Kulturschaffenden keine Phantasie, wären sie auch im falschen Job 8)

  • Vor allem ist Improvisationstalent und -lust gefordert, etwas was den Deutschen eher weniger liegt.

  • Am Talent fehlt es nicht, aber an der Traute, etwas ohne x-fache Absicherung zu machen.

  • Weiß jemand wann die nächste Spielzeit der DOB offiziell präsentiert wird?

  • Ist derzeit nicht geplant.

    Ende Juni sollen die Aufführungen bis Ende Oktober und die geplanten Neuinszenierungen der Spielzeit bekannt gegeben werden.

  • Ich freue mich, dass der Antichrist erneut zur Premiere kommen soll, ein neuer Schreker und die Meistersinger lassen ebenfalls hoffen. Ob die sizilianische Vesper unbedingt sein muss, da hab ich meine Zweifel. Man muss nun wirklich nicht jedes Verdi-Werk auf die Bühne bringen.

  • Man muss nun wirklich nicht jedes Verdi-Werk auf die Bühne bringen.

    selbstverständlich muss mann das? Was sind Sie den für einer. Auf Meistersinger in so einer Besetzung kann man hingegen absolut verzichten und die Inszenierung ist auch vorhersehbar, das braucht niemand.

  • selbstverständlich muss man das? Was sind Sie den für einer. Auf Meistersinger in so einer Besetzungf kann man hingegen absolut verzichten und die Inszenierung ist auch vorhersehbar, das braucht niemand.

    Ich fand Wielers Sonnambula sehr erfrischend und traue dem mehr zu, als vielen anderen Regisseuren. Okay, die Besetzung ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Aber verkaufen Sie mir doch mal die Vesper. Ich bin ja lernfähig, aber bislang befindet sich das Werk für mich irgendwo zwischen chaotisch und belanglos. Gibt es nicht wirklich "Wichtigeres" - gerne auch von Verdi - als dieses Werk? Die Aida könnte man z. B. flugs neu machen, die finde ich nämlich extrem langweilig und misslungen. Ich möchte halt nicht, dass beide großen Opernhäuser in Verdi, Puccini und Wagner ertrinken und der Rest gerät zum Beiwerk, das man zähneknirschend erledigt. Hätte man natürlich gute Leute, dann wäre ein Verdi auch ein Fest, aber das kriegt die DOB ja nicht immer hin. Strauss fehlt z. B. mal wieder völlig. Aber wer weiß, was nach Oktober kommt.

  • ich stimme Ihnen ja zu, aber Vespri ist (gut gemacht) wirklich eine der besten Verdi-Opern. Das Problem sind natürlich ganz allgemein die Sänger für Verdi heutzutage. Immerhin ist es mal keine Berliner Verdi-Doublette, man muss ja froh sein über sowas in Berlin. Und Py als Regisseur ist auch eine katastrophale Entscheidung.

    Und Strauss in Berli ist ein trauriges Thema für sich.

  • ich stimme Ihnen ja zu, aber Vespri ist (gut gemacht) wirklich eine der besten Verdi-Opern. Das Problem sind natürlich ganz allgemein die Sänger für Verdi heutzutage. Immerhin ist es mal keine Berliner Verdi-Doublette, man muss ja froh sein über sowas in Berlin. Und Py als Regisseur ist auch eine katastrophale Entscheidung.

    Und Strauss in Berli ist ein trauriges Thema für sich.

    Man könnte Strauss wunderbar aufteilen. Die Werke mit kleinerem Orchester in die Staatsoper packen - da kann dann Frau Nylund alles singen - und die größeren in die DOB. Und anstatt permanente Verdi-Wochen mit fragwürdigen Sängern zu veranstalten, gäbe es dann Strauss-Wochen, die hochkarätig sind. Und Netrebko singt dann auch hoffentlich keine Salome in der DOB. Aber das sind gerade wahrscheinlich Träume eines Wahnsinnigen ||

  • Und anstatt permanente Verdi-Wochen mit fragwürdigen Sängern zu veranstalten, gäbe es dann Strauss-Wochen, die hochkarätig sind.

    Interessante These... Klingt, als gäbe es keine fragwürdigen Strauss-Sänger bzw. als wären Strauss-Opern per se hochwertig.

  • Interessante These... Klingt, als gäbe es keine fragwürdigen Strauss-Sänger bzw. als wären Strauss-Opern per se hochwertig.

    Ich hab doch im zweiten Satz geschrieben, dass es sich wohl nur um einen Traum handelt. Einzelne Sätze sollte man nicht aus dem Zusammenhang reißen ;)

  • Unsere Träume spiegeln unser geheimes Denken... *g*