Parsifal 2023

  • Thielemann hat weiterhin im Gespräch mit der Neue Passauer Presse bestätigt, dass er den Lohengrin 2022 dirigieren wird, aber nicht den Parsifal 2023

  • Die Überraschung geht in Ordnung

    Christian Thielemann beschäftigt sich derzeit viel mit Anton Bruckner. Seinem bevorstehenden Abschied als Chef der Sächsischen Staatskapelle gewinnt er Positives ab.


    https://www.faz.net/aktuell/fe…ach-dresden-17435104.html


    Bayreuther Festspielleiterin Katharina Wagner: "Es wird Überraschungen geben"

    Katharina Wagner, die Leiterin der Bayreuther Festspiele, ist in konstruktiven Gesprächen mit Dirigent Christian Thielemann. Für 2023 verspricht sie Neues beim "Parsifal".


    von Rüdiger Heinze


    https://www.augsburger-allgeme…gen-geben-id60003936.html


  • Bayreuther Festspielleiterin Katharina Wagner: "Es wird Überraschungen geben"

    Jonathan Meese wäre doch so eine wunderbare Überraschung.

  • Jedenfalls hat man ihm zuvor übel mitgespielt. Aber ich halte es für kaum vorstellbar, dass man jetzt doch auf ihn zu gehen wollen würde. Was hätte sich geändert zwischen damals und heute, das sein Engagement jetzt vertretbar erscheinen lassen würde?

  • Bayreuther Festspielleiterin Katharina Wagner: "Es wird Überraschungen geben"

    Jonathan Meese wäre doch so eine wunderbare Überraschung.

    Ich glaube, Frau Wagner ist alt genug, den gleichen Fehler nicht zweimal zu machen.

  • Ich glaube, Frau Wagner ist alt genug, den gleichen Fehler nicht zweimal zu machen.

    Vielleicht hat sich Meese weiterentwickelt und hat ein durchführbares Konzept vorgelegt. Warum sollte er keine zweite Chance bekommen?

  • Kannten Sie sein Konzept?

    Nein. Meese ist sicher ein bedeutendter zeitgenössischer Künstler, aber kein Opernregisseur. Und bedeutet ist nicht die Missachtung oder Geringschätzung von Regisseuren, wenn man Fachfremde mit ihren Aufgaben betreut? Und dann noch ausgerechnet in Bayreuth, wo zumindest der Idee nach nur die besten ihres Faches arbeiten sollten?

    Und selbst wenn man bedeutenden Künstlern Regisseure zu Seite stellt, ist das Ergebnis auf der Bühne nur mal weniger (Parsifal in München), mal mehr (Lohengrin in Bayreuth) befriedigend.

  • Und bedeutet ist nicht die Missachtung oder Geringschätzung von Regisseuren, wenn man Fachfremde mit ihren Aufgaben betreut?

    Für mich als Zuschauer zählt einzig das Resultat, zu dem es im Falle Meese nicht kam.

  • Vielleicht hat sich Meese weiterentwickelt und hat ein durchführbares Konzept vorgelegt. Warum sollte er keine zweite Chance bekommen?

    Wer sagt, dass sein Konzept nicht durchführbar gewesen sein soll? Es geht insofern nicht um eine "zweite Chance", denn er hat die erste nicht vergeigt. Es geht höchstens darum, es noch einmal zu wagen, die Geldgeber zu provozieren.

  • Meese ist sicher ein bedeutendter zeitgenössischer Künstler

    Das weiß ich nicht einmal in Bezug auf seine Kunstwerke. Bedeutend ist aber seine Sicht der Kunst, die er immer vor sich herträgt: das Spielerische, das Kritische gegenüber allem Politischem und "Ideologischen" in seiner "Diktatur der Kunst". Es ist gut, dass eine freie Gesellschaft solche Künstler hat, die sich auch erlauben, Tabus infrage zu stellen (s. "Meesegruß"!). Wir hatten ja im alten Forum vor längerer Zeit intensiv über ihn (und mit ihm) diskutiert.

    Und bedeutet ist nicht die Missachtung oder Geringschätzung von Regisseuren, wenn man Fachfremde mit ihren Aufgaben betreut? Und dann noch ausgerechnet in Bayreuth, wo zumindest der Idee nach nur die besten ihres Faches arbeiten sollten?

    So ist es. Meeses Engagement war sicher auch der Versuch, Sensationelles und Spektakuläres zu bieten und dadurch im Gespräch zu sein. Dass besonders ein "Parsifal" sich dafür nicht eignet, schon gar nicht in Bayreuth, liegt auf der Hand. Sicher gut möglich ist es aber, es zu einem fruchtbaren Dialog zwischen einem guten, klugen, kenntnisreichen und werkerfahrenden Regisseur mit einem zeitgenössischen Künstler kommen zu lassen. So etwas ist ja auch mit G. Uecker gelungen, oder auch zuletzt mit Neo Rauch. Warum also nicht J. Meese als vornehmlich bildender Künstler engagieren als Bühnen- und oder Kostümbildner, gemeinsam mit einem Regisseur, der auch mit ihm arbeiten will und umgekehrt. Das könnte zu fruchtbaren Ergebnissen kommen, ähnlich wie wenn H. Nitsch die Bühnenbilder zur "Walküre" macht. Aber das Regieführen ist eine ganz andere Sparte. Es war ein Fehler, J. Meese für die umfassenden Aufgaben im "Parsifal" zu engagieren, und es war aber noch mehr eine Blamage, ihn wieder auszuladen, denn das hatte offensichtlich weniger mit ihm zu tun als mit den (geld-)politischen Hintergründen. Es wäre gut, wenn für den neuen "Parsifal" wieder ein Regisseur arbeiten könnte, der das Werk mal wieder in seinen Kerngedanken auf die Bühne stellen würde . Es ist, wenn man nicht ganze Generationen davon abhalten will, ins Festspielhaus zu gehen, immer auch wichtig, dass es einen ausgeglichenen Spielplan gibt zwischen "Regie - Theater" und Regie, die versucht, dem Kern der Werke gerechtzuwerden.