Beiträge von parlando

    Die aktuellen Forumsregeln sind klar und verständlich formuliert, dafür vielen Dank. Eine weitschweifige Exegese ist aus meiner Sicht nicht notwendig, ich erwarte auch nicht, dass sich diejenigen Personen, die sich um die Administration kümmerten, hier verabschieden, ich sehe auch keine Notwendigkeit, dass sich andere hier namentlich vorstellen.

    An den "Holländer" kann ich mich nicht mir recht erinnern (was heißt, daß er mir zumindest nicht negativ aufgefallen ist ;)), aber sein "Tunnel-Ring" hat mir ganz gut gefallen.

    An den Lohengrin mit dem Rollendebüt von Peter Seiffert erinnere ich mich sehr gerne, auch die Meistersinger und den Tristan fand ich gelungen. Das hatte schon seine Qualitäten. GF muss etwas schwierig gewesen sein.

    Das war die Inszenierung, bei der Julia Varady, die die Senta singen sollte, nach der 1. Hauptprobe von der Inszenierung zurücktrat und an der DOB nicht mehr gesehen wurde, leider.

    Das war die Inszenierung mit der erzwungenen Anlehnung an die Exodus, bei der zum Erlösungsmotiv zum Ende des 3. Aktes sich die Kaimauer drehte und das Innere bzw. der Laderaum der Exodus mit den leidgeprüften Exilsuchenden, die abgewiesen wurden und ihr Zielland nicht betreten durften, zeigte. Das man das Leid dieser Menschen hier bemüht hatte, um das Schicksal des Holländers zu vermitteln, fand ich nur noch geschmacklos.

    Zunächst finde ich es gut, dass Barry Kosky wieder etwas eingefallen ist, das Haus auch mit wenig Aufwand zu bespielen.

    Was das Programm angeht denke ich, dass er da nicht nur an das Publikum, sondern an die so genannten "Chorsolisten" der KOB gedacht hat: Die Sängerinnen und Sänger haben hier gerade bei den Liedern doch eine optimale Möglichkeit, sich auf einen "Einklang" und Harmonisierung der Stimmen einzurichten. Bei den Chorsängern besteht durch die lange Corona-Pause sicher auch die Gefahr, dass der Gesamtklang eines Chores etwas gelitten hat. Und Lieder von Schumann sind ja nicht gerade anspruchslos.

    Eigentlich eine schöne Idee, überhaupt den Chorgesang etwas in den Vordergrund zu stellen, ob mit oder ohne Orchesterbegleitung. Was dem Klavier recht ist, kann doch einem guten Opernchor nur billig sein!

    Wer die Münchner Oper noch aus früheren Jahren kennt und verfolgt oder persönlich sieht, was in den letzten Jahren so angeboten wurde, kann die Lust an der Oper verlieren und beginnt die Kosten für den Besuch mit dem Erlebten gegen zu rechnen, auch die verbrachte Zeit. Und das dürfte nicht nur mir so gehen. Wobei die Entwicklung auch anderer Häuser in Deutschland betrifft. Sicher konnte man zum Beispiel in Berlin über so manche Deutung von Götz Friedrich unterschiedlicher Meinung ein ( so möchte ich seinen Holländer nicht noch einmal sehen müssen), aber der Mann verstand wenigstens sein Handwerk. Heute habe ich den Eindruck, dass Inhalte keine Rolle mehr spielen. Da fühle ich mich nur noch ausgenutzt. Die Neudeutung des Rings an der Deutschen Oper Berlin muss ja auch so ein zwiespältiges Event sein.

    Nun findet sich München ja selbst so grandios, dass das Publikum in kulturellen Belangen dort sehr schnell in ekstatische Rauschzustände verfällt, wo man an anderen Orten eher zurückhaltender ist oder seinen Widerstand zu hören gibt.

    Ob sich das Dresdner Publikum, so wie ich es kennen gelernt habe, den verordneten Neuerungen mit so schmissigen Parolen wie "Semper 2030" gewogen zeigen wird, bleibt spannend. Es könnte sein, dass das Publikum einfach weg bleibt. Da braucht man nur die Auslastung bei normalen Repertoire- Vorstellungen im Vorverkauf ansehen - wenn Herr Thieleman nicht am Pult steht oder sonstige Stars angesagt sind. Und die Kritiken aus Graz waren ja nun auch nicht so, dass man den Eindruck gewonnen hätte, man hätte etwas versäumt.

    Das Ambiente ist mager und ernüchternd. Paßt nicht zu unserem schönen Nationaltheater. Aber vielleicht zu den zu erwartenden Inszenierungen :P


    Ich kann es auch nicht verstehen, warum man die Präsentation so machen musste. Das sah doch arg improvisiert aus

    Es ist halt ein Traum, frei von realen Bezügen. Alles wird wunderbar werden!

    Die Kritiken überraschen nicht wirklich, besonders wenn in einem Haus wie der Komischen Oper die Latte doch sehr hoch liegt.

    Die Diskussion wirkt ja langsam etwas bizarr!

    Ich habe in den letzten Wochen und Monaten eher selten erlebt, dass jemand Aerosole herum wedelt. Mir reichen schon laut redende Menschen oder laut mit Handy telefonierende, wenn im auch Freien keine Masken getragen werden.

    Im Übrigen zeigt der Erlebnisbericht von Operwahn, wie berechtigt die Schließung von Kultureinrichtungen war, wenn die lieben Viren von der Stadt A mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach der Stadt B und wieder zurück getragen und auf den Strecken verteilt werden. Besser hätte die Notwendigkeit der monatelangen Schließung der Häuser nicht begründet werden können.

    Wenn Sie die Vierte kennen und meinen, dass man sich mit dieser Musik im Ohr nach Konzertende mit einem Zug voller lautstarker und geruchsintensiver Leute arrangieren muß, dann sind Sie für die Musik verloren!

    Oder der ist der Welt abhanden gekommen; das wäre wenigstens stilsicher.

    "Die Berliner Staatsoper Unter den Linden geht davon aus, dass sie im Laufe der kommenden Monate wie vor der Pandemie spielen wird. "Wir rechnen jetzt damit, dass wir spätestens im November wieder zu einem normalen Opernbetrieb zurückkehren - ohne Maske und ohne Tests", sagte Intendant Matthias Schulz bei der Vorstellung der Pläne für die kommende Saison."

    Hat er sich da mit dem Virus vorab abgesprochen ?

    Was hat die Bedeutung oder Aussage mit der Kenntnis der Sptrache mit dem Text zu tun? ändert sich die wenn ich eine Sprache nicht kann?

    Und wieso können Sie keine deutschen Übertitel lesen?

    Der Betrag spricht ja für sich. So ist das halt mit Niveau....